BeMobility 2.0 gestartet
BeMobility für weitere zwei Jahre gefördert - InnoZ in tragender Rolle
BeMobility bis Ende 2013 weiter gefördert – Schwerpunkte: Elektromobilität im Carsharing, übergreifende Mobilitätskarte, Smartphone-Anwendung und Lastmanagement in intelligentem Stromnetz
Nach erfolgreichem Abschluss von BeMobility, des deutschlandweit ersten Projekts zur Verknüpfung von öffentlichem Verkehr und elektrischen Mietfahrzeugen, hat das 2012 begonnene Folgeprojekt „BeMobility 2.0“ für zwei Jahre den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erhalten. Die Programmgestaltung für das BMVBS übernimmt die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Die Koordination der Modellregion Berlin-Potsdam liegt bei der TSB Innovationsagentur Berlin.
Die bisherigen Erkenntnisse aus BeMobility zeigen, dass die Elektromobilität aufgrund begrenzter Reichweiten und höherer Kosten nur in neuen Nutzungskonzepten erfolgversprechend einzuführen ist. Basierend auf der bereits erfolgten Integration von elektrischen Fahrzeugen in die Carsharing-Flotte "Flinkster" und ihre Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr Berlins werden intermodale Angebote und Auskunftssysteme optimiert und erweitert. Hinzu kommt die Einbindung in intelligente Energienetze. Im Fokus steht damit die dreifache Vernetzung von Elektrofahrzeugen in verkehrlicher, informatorischer und energetischer Hinsicht.
Die Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Angebote für Carsharing mit Elektroautos sind wesentlicher Projektschwerpunkt. Die in Berlin bestehende e-Fahrzeugflotte wird optimiert und erweitert. Ergänzend wird ein Angebot mit stationsunabhängiger Fahrzeugrückgabe aufgebaut. In enger Abstimmung mit dem Berliner Senat wird ein Stellplatzkonzept für öffentliche Ladeinfrastrukturen entwickelt. Eine Mobilitätskarte soll den Wechsel zwischen dem öffentlichen Verkehr, Elektroautos und Leihrädern vereinfachen und Mobilität ohne eigenes Auto attraktiver machen.
Um Nutzer zu informieren, wird die Smartphone-Applikation BeMobility Suite, weiterentwickelt, u.a. um Echtzeitdaten zu Batterieladeständen, Ladeinfrastrukturverfügbarkeit und verfügbare Fahrzeuge anzuzeigen.
Einen neuen Schwerpunkt bildet die energetische Verknüpfung mit einem kleinräumigen intelligenten Stromnetz, dem Micro Smart Grid. Die Elektroautos an der Entleih- und Ladestationon auf dem EUREF-Campus sollen als "Puffer" für lokal und regenerativ erzeugten Strom dienen. Durch gesteuertes Laden soll der Strommix des umliegenden Netzes möglichst wenig in Anspruch genommen werden.
Vor dem Hintergrund der neuen Erfahrungen wird die internationale Übertragbarkeit des Konzepts auf die chinesische Provinz Hainan untersucht. Weiterhin wird der Einsatz des innovativen Mobilitätskonzepts „Hiriko Citycar“ in Berlin geprüft.
Das InnoZ führt die Projektkoordination im Auftrag der Deutschen Bahn AG fort. Darüber hinaus werden Nutzerakzeptanzforschungen sowie Gestaltung und Betrieb der Plattform elektroMobilität auf dem Berliner EUREF-Campus durch das InnoZ erbracht. Der Ort für Vermittlung, Erprobung und fachübergreifenden Austausch umfasst Deutschlands größte e-Carsharing-Station und das Micro Smart Grid als integrale Bestandteile.
Neben dem InnoZ sind Partner aus dem Verkehrssektor, der Informationstechnik, der Energiewirtschaft und der Wissenschaft sowie Dienstleister mit Planungs- und Beratungsfokus unter Konsortialführung der Deutschen Bahn eingebunden. Zur verkehrlichen Integration sind u.a. die Fuhrparkgruppe der Deutschen Bahn und Contipark beteiligt. Die informatorische Vernetzung wird durch das DAI-Labor der TU Berlin, die HaCon und Robert Bosch sichergestellt. Die energetische Verknüpfung wird im Wesentlichen durch Schneider Electric, die Forschungseinrichtungen SENSE und DAI-Labor der TU Berlin sowie durch das Ingenieurbüro Happold bearbeitet. Daimler begleitet das Projekt wissenschaftlich. Die Choice unterstützt die Projektkoordination und untersucht mögliche Geschäftsmodelle des elektrischen Carsharing.
Weitere, unterstützende Partner sind das IKT-Unternehmen Alcatel-Lucent, die S-Bahn Berlin, die Berliner Verkehrsbetriebe, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und DB BahnPark. Die Energieunternehmen GASAG, DB Energie, Vattenfall und die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg sind ebenso eingebunden, wie der Automobilhersteller Toyota Europe. Darüber hinaus vermittelt die europäisch-asiatische Energieinitiative Infrawind Eurasia den Kontakt zu der chinesischen Provinz Hainan. Hiriko Driving Mobility und die London School of Economics and Political Science prüfen den Einsatz eines innovativen Stadtautos in Berlin.
Zum Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
Als Forschungs-, Erprobungs- und Beratungsunternehmen entwickelt das InnoZ gemeinsam mit Industrie, Wissenschaft und Verwaltung innovative Lösungskonzepte, Produkte und Dienstleistungen im Spannungsfeld von Mobilität und gesellschaftlichem Wandel. Es vereint Forschung und Praxis unter einem Dach. Systemische Ansätze stehen im Fokus: Mobilität, Telekommunikation, Energie, Klimaschutz und Stadtentwicklung werden zusammenhängend betrachtet. Das Innovationszentrum sieht Elektromobilität als Katalysator für innovative intermodale Mobilitätskonzepte und ‑dienstleistungen. Diese werden unter Realbedingungen getestet, mit dem Ziel, nachhaltige Anwendungsfelder für vernetzte Mobilitäts- und Energiedienstleistungen zu entwickeln.
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Innovationszentrum für Mobilität und
gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
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Geschäftsführung: Prof. Dr. Andreas Knie, Dr. Jürgen Peters
Letzte Aktualisierung: 23.05.2012

